Über uns
Die FBG Voreifel ist ein wirtschaftlicher Verein nach §22 BGB, der staatlich anerkannt ist und daher nicht im Vereinsregister eingetragen wird. Unser Sitz ist in Wachendorf, in der Gemeinde Mechernich.

VORSTAND
Der Vereinsvorstand besteht aus sieben Personen und wurde 2024 für eine Dauer von 5 Jahren gewählt. Im Vorstand sind sowohl kleine wie große und private wie kommunale Waldbesitzer vertreten. Ebenso deckt der Vorstand die regionale Vielfalt der Mitgliedschaft ab.
Dr. Ulrich Müller von Blumencron, Wachendorf, ist Vorsitzender des Vorstands der FBG Voreifel und gleichzeitig Vorsitzender des Vorstands der Bezirksgruppe Waldeifel des Waldbauernverbandes NRW. Weitere Mitglieder des Vorstands sind: Frau Sabine Krewel-Berg, Lessenich; Frau Marina Zimmermann-Ley, Euenheim; Herr Peter Dierichsweiler, Houverath; Herr Simon Gammersbach, Euskirchen; Prinz Albert-Henri von Merode, Merode; Herr Hubert Roth, Bad Münstereifel.
GESCHICHTE
Die FBG Bad Münstereifel wurde auf einer Versammlung von Waldbesitzern am 6 Mai 1992 in Wachendorf gegründet und erhielt ihre staatliche Anerkennung von der Höheren Forstbehörde am 31. Juli 1992.
Etwa 2018/19 zeichneten sich große Umbrüche in den Rahmenbedingungen für FBGen in NRW ab. Zunächst erklärte das Land, Ende 2019 vollständig aus der Holzvermarktung für den Privatwald auszusteigen. Parallel dazu nahmen die Pläne, die Förderung der Beförsterung neu zu gestalten („Direkte Förderung“) immer konkretere Formen an. Um diese Herausforderungen besser meistern zu können, schlossen sich die drei FBGen Mechernich, Hardtburg (Euskirchen) und Bad Münstereifel auf drei parallel stattfindenden Mitgliederversammlungen am 7. November 2019 zusammen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wurde die rechtliche Hülle der alten FBG Bad Münstereifel in FBG Voreifel umbenannt.
Mit nunmehr 2.800 ha Wald und rund 315 Mitgliedern wurde die FBG Voreifel ein Gründungsmitglied der Forstwirtschaftlichen Vereinigung (FWV) Nordeifel, die wiederum das Holzkontor Nordeifel GmbH als Holzvermarktungsorganisation für insgesamt 6 FBGen und 2 kommunale Forstbetriebe errichtete. Allein die FBG Voreifel vermarktete bis einschließlich 2025 über 50.000 Festmeter Holz über das Holzkontor.
Die nächste Aufgabe des Vorstands war der Wechsel in die sogenannte Direkte Förderung der Beförsterung. Dieser erfolgte zum Jahresbeginn 2021 mit einem fünfjährigen Betreuungsvertrag mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW, mit dem sichergestellt wurde, dass die Förster zuständig blieben, die den Wald der Mitglieder auch bis dahin betreut hatten.
Währenddessen veränderte sich das Waldbild in unserer Region in rasanter Geschwindigkeit. Der Orkan Friederike hatte zu großen Schadholzmengen und Brutstätten für den Borkenkäfer geführt, auf die auch noch mehrere Rekordsommer aufeinander folgten. Gegen die Massenvermehrung der Käfer konnten die durch Wassermangel geschwächten Fichten kaum noch Harz zur Abwehr bilden. In ganz NRW fielen bis 2022 fast 45 Millionen Festmeter Schadholz an, und aus unseren Mitgliedswäldern verschwand die Fichte als produktivste Baumart fast vollständig. Es hätte aber noch schlimmer kommen können: schon seit ca. 1980 wurde in der Voreifel kaum noch Fichte gepflanzt. Somit ist der Anteil Schadflächen nicht so hoch wie in noch stärker betroffenen Regionen. Für die betroffenen Waldbauern ist das schwacher Trost.
Im März 2025 wurde eine weitere FBG-Fusion beschlossen: die FBG Stolberg-Eifel mit ihrem Schwerpunkt im nördlichen Hürtgenwald trat mit Wirkung zum 1. Januar 2026 der FBG Voreifel bei. Somit betreut die vergrößerte FBG Anfang 2026 etwa 4.100 ha Wald mit einer Ost-West-Ausdehnung von über 50 km. Sie zählt damit zu den größeren FBGen in NRW. Aber Größe ist kein Selbstzweck, wenn die Vorteile daraus nicht für die Mitglieder spürbar sind.
Der Betreuungsvertrag mit dem Landesbetrieb Wald und Holz ist Ende 2025 ausgelaufen und nicht erneuert worden. Stattdessen hat die FBG Voreifel zwei Förster direkt angestellt , die die forstfachliche Betreuung unserer Mitglieder direkt durchführen. Diesen neuen Weg geht die FBG Voreifel als eine von nur zwei FBGen in NRW, und als einzige westlich des Rheins. Das Ziel ist, im Interesse unserer Mitglieder nicht nur effizienter, sondern auch flexibler und mit mehr Konstanz zu arbeiten. Der Wald muss schon genug Veränderung ertragen, personelle Veränderungen wollen wir ihm da nicht auch noch zumuten.